Berserk Deluxe #1

Ich mag kein Anime. Ich mag eher Comics. Ich habe keine Ahnung, was ein Manga ist (man liest es falsch herum lol?). Aber von *Berserk* habe ich schon ein paar Mal gehört und gelesen. Als dann Anfang Januar der Sänger von Beast in Black live vor mir auf der Bühne sagte, dass viele Songs und Texte (aha?) von Berserk inspiriert sind, musste ich mir das dann doch mal genauer anschauen.

Amazon aufgemacht, Berserk gesucht, hm, zu viel Auswahl. Zu Thalia.de gewechselt. Da gibt es 14 Bände, um die 55 Euro.
Happig.
Aber immerhin wohl als Deluxe-Version?
Macht sich vielleicht gut im Schrank – irgendwie muss man ja den gemeinen Gast beeindrucken...
Also zack, Berserk Deluxe Band 1–3 bestellt und gewartet.
Es klingelt, komisch – so groß, so schwer das Paket?
Wow, 14 Stück davon im Regal?
Ich dachte, Comics sind dünn und leicht.
Pustekuchen.
Aber gut, lesen wir mal rein – aber erst mal das Buch umdrehen (siehe Irritationsfaktor 1, oben).

Wow, ok, wie fängt das an? Mit so viel Nacktheit habe ich gar nicht gerechnet 😅 Berserk scheint erstaunlich oft zwischen brutalem Kampf, tiefen emotionalen Reflexionen und Anzüglichkeiten zu wechseln. Verrückte Kombination.

Ich fand mich fast sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Schön, mal wieder einen Comic zu "lesen". Die erwachsene Geschichte ist eine willkommene Abwechslung. Der parental advisory Sticker hat nicht gelogen. Die 600 Seiten des ersten Deluxe Bandes waren an einem kurzen Abend weggeblättert. Band 2 am nächsten Abend. Die Bände 3 bis 14 wanderten direkt in den Warenkorb und sind schon auf dem Postweg. Das wird kein leichtes Paket – analog zu Guts persönlicher Geschichte.
Duck und weg.

Ich will und kann hier nicht in eine tiefgreifende Analyse einsteigen, nur so viel: Berserk ist ein überraschend grandioses Erlebnis, wenn man sich auf eine düstere Welt und Geschichte einlässt. Ich habe keine Ahnung von Anime, Manga, Japan usw., aber hier habe ich wirklich eine bereichernde Erfahrung vor mir.